Dieser klassische rheinische Sauerbraten wird ohne Alkohol zubereitet, bewahrt aber seinen tiefen, komplexen Geschmack durch eine lange Marinierzeit und das Schmoren mit typischen Gewürzen. Das zarte Rindfleisch und die reiche, leicht süß-säuerliche Sauce machen dieses Gericht zu einem festlichen Highlight, das oft an Feiertagen oder besonderen Anlässen genossen wird.
🍽️ Portionen: 6-8 Portionen
⏱️ Vorbereitungszeit: 20 Minuten
🔥 Kochzeit: 3 Stunde(n)
⏰ Gesamtzeit: 3 Stunde(n) 20 Minuten
📊 Schwierigkeit: Schwer
📋 Zutaten
- 1.5 kg Rinderbraten (z.B. aus der Oberschale oder Keule)
- 500ml Apfelessig
- 500ml Wasser
- 2 Zwiebeln, grob gehackt
- 2 Karotten, grob gehackt
- 2 Stangen Lauch, grob gehackt
- 2 Lorbeerblätter
- 5-6 Wacholderbeeren
- 5-6 Pimentkörner
- 1 TL Schwarze Pfefferkörner
- 1 TL Senfkörner
- 1 EL Salz
- 2 EL Pflanzenöl zum Anbraten
- 2-3 EL Apfelmus
- 2-3 EL Rosinen
- 1-2 EL Zuckerrübensirup oder brauner Zucker
- 1 EL Speisestärke (optional, zum Andicken)
- Für die Klöße: Fertige Kloßmasse für Kartoffelklöße oder selbstgemachte Klöße
👨🍳 Zubereitung
- Für die Marinade Apfelessig, Wasser, gehackte Zwiebeln, Karotten, Lauch, Lorbeerblätter, Wacholderbeeren, Pimentkörner, Pfefferkörner, Senfkörner und Salz in einem großen Topf aufkochen. Kurz köcheln lassen und anschließend vollständig abkühlen. Das Rindfleisch in einen großen Behälter legen und mit der abgekühlten Marinade übergießen, sodass das Fleisch vollständig bedeckt ist. Im Kühlschrank 3-5 Tage marinieren, dabei täglich wenden.
- Nach der Marinierzeit das Fleisch aus der Marinade nehmen und trocken tupfen. Die Marinade durch ein Sieb passieren und das Gemüse und die Gewürze beiseitelegen. In einem Bräter oder Schmortopf das Pflanzenöl erhitzen und das Rindfleisch von allen Seiten scharf anbraten, bis es schön gebräunt ist. Das beiseitegelegte Gemüse hinzufügen und kurz mitbraten.
- Mit etwa der Hälfte der passierten Marinade ablöschen. Den Deckel auflegen und den Braten bei niedriger Hitze (oder im vorgeheizten Ofen bei 160°C Ober-/Unterhitze) ca. 2,5 – 3 Stunden schmoren lassen, bis das Fleisch sehr zart ist. Gelegentlich etwas Marinade nachgießen und das Fleisch wenden.
- Wenn das Fleisch gar ist, aus dem Bräter nehmen und warm stellen. Die Sauce durch ein feines Sieb passieren, um das Gemüse und die Gewürze zu entfernen. Die Sauce zurück in den Bräter geben. Apfelmus, Rosinen und Zuckerrübensirup einrühren und die Sauce aufkochen lassen. Abschmecken und bei Bedarf mit Salz und Pfeffer nachwürzen. Wenn die Sauce zu dünn ist, kann sie mit in etwas kaltem Wasser angerührter Speisestärke angedickt werden.
- Das Fleisch in Scheiben schneiden und in die heiße Sauce legen. Kurz darin ziehen lassen. In der Zwischenzeit die Kartoffelklöße nach Packungsanleitung zubereiten.
- Den rheinischen Sauerbraten mit Kartoffelklößen und Apfelmus servieren. Rotkohl oder Apfelmus passen ebenfalls hervorragend dazu.
🔧 Benötigte Geräte
- Großer Behälter für Marinade
- Bräter oder großer Schmortopf
- Sieb
- Schneidebrett
- Messer
📊 Nährwerte
| Kalorien | 550 kcal |
| Eiweiß | 45g |
| Fett | 25g |
| Kohlenhydrate | 35g |
🏷️ Ernährungsinfo: Glutenfrei
❓ Häufig gestellte Fragen
Kann ich den Sauerbraten auch im Slow Cooker zubereiten?
Ja, nach dem Anbraten des Fleisches und des Gemüses können Sie alles zusammen mit der Marinade in den Slow Cooker geben und auf niedriger Stufe für 6-8 Stunden oder auf hoher Stufe für 3-4 Stunden garen, bis das Fleisch zart ist. Die Sauce anschließend wie beschrieben verfeinern.
Wie kann ich die Säure der Marinade anpassen?
Wenn Sie eine mildere Säure bevorzugen, können Sie den Essiganteil reduzieren und durch mehr Wasser ersetzen. Für eine kräftigere Säure können Sie den Essiganteil leicht erhöhen. Das Hinzufügen von Rosinen und Zuckerrübensirup am Ende hilft, die Säure auszugleichen und eine angenehme Süße zu verleihen.
Kann ich das Gericht einfrieren?
Ja, gekochter Sauerbraten lässt sich sehr gut einfrieren. Lassen Sie ihn vollständig abkühlen, bevor Sie ihn portionsweise in gefriergeeigneten Behältern einfrieren. Beim Auftauen langsam im Kühlschrank auftauen lassen und dann vorsichtig erwärmen.