Ungarisches Rindergulasch mit Sauerrahm und Kümmel

Posted on Februar 6, 2026

Dieses ungarische Gulasch, korrekt „Pörkölt“ genannt, ist ein Eintopf der Extraklasse. Das Rindfleisch zerfällt nach Stunden des Schmorens in einer tiefroten, würzigen Paprikasauce. Ein Klecks Sauerrahm und frischer Kümmel machen es perfekt.

🍽️ Ein Blick in die Geschichte des Gerichts

Das ungarische Gulasch (Pörkölt) ist der Urvater vieler mitteleuropäischer Gulaschgerichte und unterscheidet sich vom deutschen Gulasch durch die fehlende Zugabe von Kartoffeln und die ausschließliche Verwendung von Paprikapulver als Hauptgewürz. Paprika wurde im 16. Jahrhundert aus der Neuen Welt nach Ungarn gebracht und wurde zum Nationalgewürz. Das Gulasch war ursprünglich das Essen der ungarischen Hirten („Gulyás“), die es in einem Kessel über offenem Feuer zubereiteten. Durch die Habsburgermonarchie verbreitete es sich im deutschsprachigen Raum und wurde dort adaptiert. In Deutschland ist es ein Symbol für herzhafte, schmackhafte Schmorgerichte und wird oft mit schweren, deutschen Beilagen wie Semmelknödeln serviert. Dieses Rezept hält sich eng an die ungarische Tradition und respektiert die Ursprünge des Gerichts. Es repräsentiert die kulinarische Verbundenheit innerhalb Europas und die deutsche Vorliebe für intensive, gewürzte Fleischgerichte. Es ist ein ideales Gericht für kalte Tage und große Runden.

⏱️ Rezeptübersicht

Vorbereitungszeit:
30 Minuten
Kochzeit:
3 Stunden
Portionen:
6

🛒 Zutaten für das perfekte Gericht

  • 1,5 kg Rindergulasch (aus der Schulter)
  • 3 große, fein gehackt Zwiebeln
  • 4, gehackt Knoblauchzehen
  • 3-4 EL Paprikapulver (edelsüß, QUALITATIV HOCHWERTIG)
  • 1 TL Kreuzkümmel (ganz)
  • 2 EL Tomatenmark
  • 500 ml Rinderbrühe
  • 2 Lorbeerblatt
  • 3 EL Pflanzenöl oder Schmalz
  • nach Geschmack Salz
  • zum Servieren Sauerrahm

📝 Schritt-für-Schritt-Anleitung

  1. Das Rindfleisch trocken tupfen und in 3 cm große Würfel schneiden.
  2. In einem großen, schweren Schmortopf das Öl oder Schmalz sehr heiß werden lassen. Das Fleisch portionsweise scharf anbraten, bis es eine dunkle Kruste hat. Jede Portion herausnehmen.
  3. Die Hitze reduzieren. Die fein gehackten Zwiebeln im Topf mit etwas Wasser oder Brühe dünsten, bis sie glasig und weich sind – das kann 15-20 Minuten dauern. Dies ist der Schlüssel für die Süße der Sauce.
  4. Den Topf vom Herd nehmen. Das Paprikapulver und den Kreuzkümmel zu den Zwiebeln geben und gut verrühren (vom Herd nehmen, damit das Paprika nicht bitter wird). Tomatenmark und Knoblauch unterrühren.
  5. Das Fleisch zurück in den Topf geben, mit Brühe und Wein-Ersatz ablöschen. Lorbeerblätter hinzufügen. Zugedeckt bei niedrigster Hitze 2,5 bis 3 Stunden schmoren lassen, bis das Fleisch butterzart ist. Die Sauce sollte sämig, nicht wässrig sein. Mit Salz abschmecken.

🥗 Passende Beilagen und Serviertipps

Servieren Sie das Gulasch mit Salzkartoffeln, Spätzle, Knödeln oder frischem Brot. Ein Klecks Sauerrahm und frisches, gehacktes Petersilie oder mehr Kreuzkümmel darauf geben. Ein eingelegter Paprika- oder Gurkensalat ist die perfekte Beilage.

💡 Kochtipps und Tricks vom Chef

Verwenden Sie unbedingt hochwertiges, frisches Paprikapulver für den besten Geschmack. Das lange Dünsten der Zwiebeln ist entscheidend. Wenn die Sauce zu dünn ist, nehmen Sie am Ende des Schmorens den Deckel ab und lassen Sie sie einköcheln. Das Gulasch schmeckt am nächsten Tag viel besser.

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