Pörkölt ist das ungarische Nationalgericht unter den Schmorgerichten – weniger flüssig als Gulasch, aber genauso aromatisch. Rindfleisch wird mit viel Zwiebel und edelsüßem Paprika geschmort, bis es zart ist und die Soße sämig rot leuchtet. Dazu gibt es Tarhonya, kleine Eiergraupen, die die Soße perfekt aufnehmen.
🍽️ Ein Blick in die Geschichte des Gerichts
Pörkölt (wörtlich ‚Gebratenes‘) unterscheidet sich vom Gulasch durch die dickere Soße und den Verzicht auf Kartoffeln. Es ist das älteste ungarische Schmorgericht und stammt von den Hirten, die Fleisch in einem Kessel mit Zwiebeln und Paprika schmorten. Jede Region hat ihre eigene Variante; Rind-Pörkölt ist in der großen ungarischen Tiefebene beliebt. Tarhonya, eine Art Teigware, wurde von den wandernden Hirten entwickelt – sie war leicht zu transportieren und haltbar. Das Gericht ist ein Symbol ungarischer Küche: kräftig, würzig und herzhaft.
⏱️ Rezeptübersicht
- Vorbereitungszeit:
- 30 Minuten
- Kochzeit:
- 2 Stunden
- Portionen:
- 4
🛒 Zutaten für das perfekte Gericht
- 1 kg Rinderschulter, gewürfelt
- 3 große, gewürfelt Zwiebeln
- 3, gehackt Knoblauchzehen
- 3 EL Paprikapulver (edelsüß)
- 1 EL Tomatenmark
- 1, gewürfelt Spitzpaprika
- 2, gewürfelt Tomaten
- 300 ml Rinderbrühe
- 3 EL Schmalz oder Öl
- nach Geschmack Salz
- 300 g Tarhonya (Eiergraupen)
📝 Schritt-für-Schritt-Anleitung
- Fleisch salzen. In einem Topf das Fett erhitzen und das Fleisch scharf anbraten. Herausnehmen.
- Zwiebeln im gleichen Topf glasig dünsten. Vom Herd nehmen, Paprikapulver einrühren (nicht anbraten!). Tomatenmark, Knoblauch, Paprika und Tomaten zugeben.
- Fleisch zurückgeben, mit Brühe ablöschen. Zugedeckt 1,5–2 Stunden schmoren.
- Tarhonya in Salzwasser nach Packungsanweisung garen.
- Pörkölt mit Salz abschmecken. Mit Tarhonya servieren.
🥗 Passende Beilagen und Serviertipps
Servieren Sie Pörkölt mit Tarhonya, sauren Gurken und einem Klecks Sauerrahm. Ein mildes Bier (alkoholfrei) passt hervorragend.
💡 Kochtipps und Tricks vom Chef
Das Paprikapulver darf nicht anbraten, sonst wird es bitter. Je länger das Pörkölt schmort, desto besser. Bei Bedarf etwas Wasser nachgießen.