Würziges Curry in ausgehöhltem Weißbrot – ein kulinarisches Erbe der indisch-südafrikanischen Gemeinschaft
Bunny Chow entstand in den 1940er Jahren in Durban als praktisches Essen für Wanderarbeiter. Heute ist es ein Nationalgericht Südafrikas: ein halbiertes oder gevierteltes Weißbrot, ausgehöhlt und mit aromatischem Curry gefüllt – ursprünglich mit Lamm oder Huhn, heute auch in vegetarischen Varianten.
Warum du dieses Rezept lieben wirst
- Geschichte zum Essen: Ein Stück südafrikanische Kultur
- Praktisch & sättigend: All-in-One-Mahlzeit
- Anpassbar: Von mild bis feurig, mit Fleisch oder vegetarisch
- Perfekt für Gruppen: Einfach zu teilen
Zutaten (für 4 Portionen)
Für das Curry
- 2 EL Öl
- 1 große Zwiebel, gewürfelt
- 3 Knoblauchzehen, gehackt
- 1 Stück Ingwer (2 cm), gerieben
- 2 TL gemahlener Kreuzkümmel
- 2 TL Koriandersamen
- 1 TL Kurkuma
- 2 TL Madras-Currypulver
- 1 Zimtstange
- 2 Lorbeerblätter
- 500 g Lamm- oder Hühnchenfleisch (gewürfelt) oder 400 g Kichererbsen (für vegetarische Version)
- 2 Tomaten, gewürfelt
- 1 TL Zucker
- 250 ml Gemüsebrühe
- Salz & Pfeffer
- Frische Korianderblätter zum Garnieren
Für das Brot
- 1 großes, rundes Weißbrot (ca. 20 cm Durchmesser) oder 4 kleine Brötchen
Zubereitung
1. Curry zubereiten
- Öl in einem Topf erhitzen. Zwiebel, Knoblauch und Ingwer 5 Minuten anschwitzen.
- Kreuzkümmel, Koriandersamen, Kurkuma und Currypulver zugeben, 1 Minute rösten (Achtung: nicht verbrennen!).
- Fleisch oder Kichererbsen hinzufügen und 5 Minuten anbraten.
- Tomaten, Zucker, Zimtstange, Lorbeer und Brühe einrühren.
- Zugedeckt 45-60 Minuten (Lamm) bzw. 20-30 Minuten (Huhn) köcheln lassen, bis das Fleisch zart ist. Für Kichererbsen 15 Minuten köcheln.
2. Brot vorbereiten
- Brot horizontal halbieren.
- Das Innere vorsichtig aushöhlen, dabei eine 2 cm dicke Wand stehen lassen.
- Die ausgehöhlten Brotstücke in Würfel schneiden.
3. Servieren
- Curry in die ausgehöhlten Brothälften füllen.
- Mit Brotwürfeln und frischem Koriander garnieren.
Tipps & Variationen
- Traditionell: Mit den Händen essen – die Brotwand als „Löffel“ nutzen!
- Scharf?: 1 gehackte Chili mitkochen oder Chiliöl servieren.
- Resteverwertung: Übriges Curry mit Reis oder Roti servieren.
- Vegan: Kichererbsen verwenden und auf Joghurt-Garnitur verzichten.
Serviervorschläge
- Klassisch: Mit einer Seite süß-saurer Mango-Chutney
- Erfrischend: Mit einem Glas südafrikanischem Rooibos-Eistee
- Deftig: Dazu eine Schüssel Joghurt mit Gurke
Hintergrund
Bunny Chow entstand in der indisch-stämmigen Gemeinschaft Durbans. Der Name könnte von „Bania“ (eine Händlerkaste) oder „Bun“ (das Brot) abstammen. Ursprünglich in Zeitungspapier eingewickelt als preiswertes Arbeitsessen.
Fazit
Bunny Chow verbindet Geschichte mit großem Geschmack – ein kulinarisches Abenteuer, das satt macht und Gespräche anregt. Probier unbedingt die ursprüngliche Lamm-Variante für das authentische Erlebnis!
Tipp: Am nächsten Tag schmeckt das Curry noch intensiver – ideal zum Vorbereiten.
Variationen: In Kapstadt wird manchmal ein süßes Chutney direkt ins Curry gerührt.