Bunny Chow – Südafrikas legendäres Streetfood

Posted on Juli 10, 2025

Bunny Chow

Würziges Curry in ausgehöhltem Weißbrot – ein kulinarisches Erbe der indisch-südafrikanischen Gemeinschaft

Bunny Chow entstand in den 1940er Jahren in Durban als praktisches Essen für Wanderarbeiter. Heute ist es ein Nationalgericht Südafrikas: ein halbiertes oder gevierteltes Weißbrot, ausgehöhlt und mit aromatischem Curry gefüllt – ursprünglich mit Lamm oder Huhn, heute auch in vegetarischen Varianten.

Warum du dieses Rezept lieben wirst

  • Geschichte zum Essen: Ein Stück südafrikanische Kultur
  • Praktisch & sättigend: All-in-One-Mahlzeit
  • Anpassbar: Von mild bis feurig, mit Fleisch oder vegetarisch
  • Perfekt für Gruppen: Einfach zu teilen

Zutaten (für 4 Portionen)

Für das Curry

  • 2 EL Öl
  • 1 große Zwiebel, gewürfelt
  • 3 Knoblauchzehen, gehackt
  • 1 Stück Ingwer (2 cm), gerieben
  • 2 TL gemahlener Kreuzkümmel
  • 2 TL Koriandersamen
  • 1 TL Kurkuma
  • 2 TL Madras-Currypulver
  • 1 Zimtstange
  • 2 Lorbeerblätter
  • 500 g Lamm- oder Hühnchenfleisch (gewürfelt) oder 400 g Kichererbsen (für vegetarische Version)
  • 2 Tomaten, gewürfelt
  • 1 TL Zucker
  • 250 ml Gemüsebrühe
  • Salz & Pfeffer
  • Frische Korianderblätter zum Garnieren

Für das Brot

  • 1 großes, rundes Weißbrot (ca. 20 cm Durchmesser) oder 4 kleine Brötchen

Zubereitung

1. Curry zubereiten

  1. Öl in einem Topf erhitzen. Zwiebel, Knoblauch und Ingwer 5 Minuten anschwitzen.
  2. Kreuzkümmel, Koriandersamen, Kurkuma und Currypulver zugeben, 1 Minute rösten (Achtung: nicht verbrennen!).
  3. Fleisch oder Kichererbsen hinzufügen und 5 Minuten anbraten.
  4. Tomaten, Zucker, Zimtstange, Lorbeer und Brühe einrühren.
  5. Zugedeckt 45-60 Minuten (Lamm) bzw. 20-30 Minuten (Huhn) köcheln lassen, bis das Fleisch zart ist. Für Kichererbsen 15 Minuten köcheln.

2. Brot vorbereiten

  1. Brot horizontal halbieren.
  2. Das Innere vorsichtig aushöhlen, dabei eine 2 cm dicke Wand stehen lassen.
  3. Die ausgehöhlten Brotstücke in Würfel schneiden.

3. Servieren

  1. Curry in die ausgehöhlten Brothälften füllen.
  2. Mit Brotwürfeln und frischem Koriander garnieren.

Tipps & Variationen

  • Traditionell: Mit den Händen essen – die Brotwand als „Löffel“ nutzen!
  • Scharf?: 1 gehackte Chili mitkochen oder Chiliöl servieren.
  • Resteverwertung: Übriges Curry mit Reis oder Roti servieren.
  • Vegan: Kichererbsen verwenden und auf Joghurt-Garnitur verzichten.

Serviervorschläge

  • Klassisch: Mit einer Seite süß-saurer Mango-Chutney
  • Erfrischend: Mit einem Glas südafrikanischem Rooibos-Eistee
  • Deftig: Dazu eine Schüssel Joghurt mit Gurke

Hintergrund

Bunny Chow entstand in der indisch-stämmigen Gemeinschaft Durbans. Der Name könnte von „Bania“ (eine Händlerkaste) oder „Bun“ (das Brot) abstammen. Ursprünglich in Zeitungspapier eingewickelt als preiswertes Arbeitsessen.

Fazit

Bunny Chow verbindet Geschichte mit großem Geschmack – ein kulinarisches Abenteuer, das satt macht und Gespräche anregt. Probier unbedingt die ursprüngliche Lamm-Variante für das authentische Erlebnis!

Tipp: Am nächsten Tag schmeckt das Curry noch intensiver – ideal zum Vorbereiten.

Variationen: In Kapstadt wird manchmal ein süßes Chutney direkt ins Curry gerührt.

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