Verwöhnen Sie Ihre Gäste mit dieser atemberaubenden französischen Zitronentarte mit Baiserhaube. Unter einer luftig-lockeren, leicht gebräunten Baiserschicht verbirgt sich eine intensiv säuerliche und cremige Zitronencurd-Füllung in einem knusprigen Mürbeteigboden – ein Kontrast der Geschmäcker und Texturen, der begeistert.
🍽️ Ein Blick in die Geschichte des Gerichts
Die Tarte au Citron, eine der berühmtesten französischen Torten, hat ihre Wurzeln wahrscheinlich im England des 19. Jahrhunderts, von wo aus das Rezept für ‚Lemon Curd‘ nach Frankreich gelangte. Die Franzosen perfektionierten es, indem sie den Curd in einen feinen Mürbeteig (Pâte Sablée) füllten. Die Ergänzung mit einer italienischen oder schweizerischen Baiserhaube (Meringue) ist eine spätere, aber geniale Variation, die den säuerlichen Geschmack perfekt ausbalanciert. In Deutschland erfreut sich diese Torte seit den 1980er Jahren großer Beliebtheit in Konditoreien und bei Feinschmeckern. Sie gilt als Inbegriff der anspruchsvollen, aber nicht überladenen Patisserie-Kunst. Die Kombination aus saurer Zitrone und süßem Eischnee ist besonders im Frühling und Sommer ein gefragtes Dessert und findet sich häufig auf der Karte von Cafés, die französischen Flair vermitteln möchten. Dieses Rezept macht die elegante Torte für ambitionierte Hobbybäcker zugänglich.
⏱️ Rezeptübersicht
- Vorbereitungszeit:
- 45 Minuten
- Kochzeit:
- 35 Minuten
- Portionen:
- 10
🛒 Zutaten für das perfekte Gericht
- 250 g Für den Mürbeteig:
- 125 g Für den Mürbeteig:
- 80 g Für den Mürbeteig:
- 1 Für den Mürbeteig:
- 1 Für den Mürbeteig:
- 4 Für die Zitronencreme:
- 200 g Für die Zitronencreme:
- 150 ml Für die Zitronencreme:
- Für die Zitronencreme:
- 150 g Für die Zitronencreme:
- 100 g Für das Baiser:
- 200 g Für das Baiser:
- 60 ml Für das Baiser:
📝 Schritt-für-Schritt-Anleitung
- Für den Teig: Mehl, Zucker und Salz in eine Schüssel geben. Kalte Butter in kleinen Würfeln zugeben und mit den Fingerspitzen oder einem Teigmischer zu krümeligem Sand verarbeiten. Ei zugeben und schnell zu einem glatten Teig kneten. Zu einer Kugel formen, flach drücken, in Frischhaltefolie wickeln und mind. 1 Stunde im Kühlschrank ruhen lassen.
- Ofen auf 180°C Ober-/Unterhitze vorheizen. Teig auf bemehlter Arbeitsfläche dünn ausrollen und in eine gefettete Tarteform (Ø 26 cm) legen, andrücken und einen Rand formen. Mit einer Gabel mehrfach einstechen. Mit Backpapier auslegen und mit Bohnen oder Backgewicht beschweren. 15 Minuten blind backen. Gewichte und Papier entfernen und weitere 5 Minuten backen, bis der Boden leicht goldbraun ist. Aus dem Ofen nehmen und abkühlen lassen.
- Für die Zitronencreme: Eier, Zucker, Zitronensaft und -abrieb in einem Topf verrühren. Bei mittlerer Hitze unter ständigem Rühren mit einem Schneebesen eindicken lassen, bis die Creme puddingartig dick wird (nicht kochen!). Vom Herd nehmen und die weiche Butter stückweise unterrühren, bis eine glatte, glänzende Creme entsteht. Durch ein Sieb in eine Schüssel passieren, dann auf den vorgebackenen Tarte-Boden gießen und glatt streichen. Mindestens 3 Stunden, besser über Nacht, im Kühlschrank fest werden lassen.
- Für das Baiser (schweizer Meringue): Eiweiß in die Rührschüssel geben. Zucker und Wasser in einem kleinen Topf bei mittlerer Hitze erhitzen, bis der Zucker vollständig aufgelöst ist und die Masse 121°C (Festballenstadium) erreicht (Zuckermessung).
- Gleichzeitig das Eiweiß in der Küchenmaschine auf mittlerer Stufe zu halbsteifem Schnee schlagen. Sobald der Zuckersirup die Temperatur hat, die Maschine auf höchste Stufe stellen und den heißen Sirup in einem dünnen Strahl langsam zum Eiweiß laufen lassen. Weiter schlagen, bis die Masse glänzend, dick und auf Zimmertemperatur abgekühlt ist (ca. 5-7 Minuten).
- Das Baiser auf der kalten Zitronencreme verteilen und mit einem Teigschaber oder Löffel dekorative Spitzen formen. Mit einem Bunsenbrenner oder kurz unter den heißen Backofengrill halten, bis die Spitzen leicht gebräunt sind. Sofort servieren.
🥗 Passende Beilagen und Serviertipps
Einfach pur als atemberaubendes Dessert. Dazu passt eine Tasse starker schwarzer Kaffee oder ein Glas süßer Dessertwein wie Sauternes. Für einen Kontrast etwas saure Beeren (Johannisbeeren, Himbeeren) anrichten.
💡 Kochtipps und Tricks vom Chef
Verwenden Sie unbehandelte Zitronen für den besten Geschmack. Die Zitronencreme muss vollständig erkaltet sein, bevor das Baiser daraufkommt, sonst schmilzt es. Das Baiser kann alternativ auch als italienische Meringue (Zuckersirup in Eiweiß) gemacht werden, die stabiler ist. Reste am nächsten Tag im Kühlschrank aufbewahren, das Baiser wird dann etwas weicher.